Für kontinentalen Ruhm und die Teilnahme an der WM-Quali
15.01.21 - 12:12 - de.fifa.com

Jacques Zoua of Cameroon during a portrait shoot ahead of the FIFA Confederations Cup Russia 2017.

Aus den Augen, aus dem Sinn. Für die afrikanischen Fussballfans gibt es nur selten Gelegenheit, die Stars ihrer Nationalmannschaften zu sehen, da sie auf Vereinsebene oftmals außerhalb des eigenen Kontinents aktiv sind. Das erklärt vielleicht ihre Begeisterung für jede einzelne Auflage der von der afrikanischen Fussballkonföderation CAF organisierten Afrikanischen Nationenmeisterschaft. Dieser Wettbewerb ist nämlich Spielern des "Mutterkontinents" vorbehalten, die in den Ligen ihrer Heimatländer aktiv sind, und gibt den Fans damit Gelegenheit, Spieler im Nationaltrikot zu sehen, die sie aus dem Fussball-Alltag im eigenen Land kennen.

Die Auflage von 2020, die aufgrund der COVID-19-Pandemie ins Jahr 2021 verschoben wurde, findet in Kamerun statt und hat für die teilnehmenden Spieler eine besonders große Bedeutung. Schließlich können sie sich hier für die zweite Runde der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022 empfehlen, in der die 16 teilnehmenden Teams allesamt noch im Rennen sind. Kurz vor Turnierbeginn analysiert FIFA.com die teilnehmenden Kräfte.

Eckdaten

Teilnehmer

Gruppe A: Kamerun, Simbabwe, Mali, Burkina Faso

Gruppe B: Libyen, Niger, DR Kongo, Kongo

Gruppe C: Marokko, Togo, Ruanda, Uganda

Gruppe D: Sambia, Tansania, Guinea, Namibia

Hintergrund

Die sechste Auflage des Turniers sollte ursprünglich in Äthiopien ausgetragen werden, wurde dann aber im April 2020 nach Kamerun verlegt. Aufgrund der Pandemie wurde der Wettbewerb verschoben und findet nun verspätet in Kamerun statt, das im nächsten Jahr auch den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal ausrichten wird. Im Eröffnungsspiel stehen sich am 16. Januar im Stade Ahmadou Ahidjo in Yaoundé Gastgeber Kamerun und Simbabwe gegenüber. In dieser Spielstätte findet am 7. Februar auch das Finale statt.

Wissenswertes

Gastgeber unter Druck: Kamerun organisiert zum ersten Mal seit 1972 wieder ein großes Männerfussballturnier. Damals war es der Nationen-Pokal. Bei ihrer vierten Turnierteilnahme wollen die Unzähmbaren Löwen es besser machen als bei den Auflagen von 2011 und 2016, wo jeweils im Viertelfinale Schluss war. 2018 schlossen sie das Turnier gar als Gruppenletzter ab. In den Vorbereitungsspielen wussten die Kameruner jedoch nicht zu glänzen (zwei Niederlagen, ein Remis), obwohl sie im Angriff mit Jacques Zoua und Yannick Ndjeng über zwei Spieler verfügen, die bereits in Europa aktiv waren.

Ein Marokkaner begeistert im eigenen Land: Bei der letzten Turnierauflage konnte Marokko sich als Gastgeber durchsetzen und machte vor allem dank Ayoub El Kaabi Schlagzeilen, der sich in absoluter Hochform präsentierte. Am Ende wurde er als bester Spieler und bester Torschütze des Turniers ausgezeichnet und hatte seinen Platz in Hervé Renards WM-Kader für Russland sicher. Drei Jahre später ist er nach einem kurzen Intermezzo in der VR China wieder in der nationalen Meisterschaft aktiv, wo er bei Wydad Casablanca unter Vertrag steht. Er ist der größte Hoffnungsträger der Marokkaner bei der "Mission Titelverteidigung". Außerdem wurde der ehemalige Nationalspieler Mustapha Hadji, Assistent des A-Nationaltrainers Vahid Halilhodzic, beauftragt, die folgenden fünf Spieler zu beobachten: Abdelkrim Baaddi, Yahya Jabrane, Hicham El Mejhad, Soufiane Rahimi und Abdelilah Hafidi.

Spain v Morocco:  Ayoub El Kaabi is congratulated by fans 

Noch ein Wunder für Libyen? Libyen, Gewinner der Auflage von 2014 und Halbfinalist im Jahr 2018, hat mit seiner Auswahl im Inland aktiver Spieler wahre Wunder vollbracht, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Landesmeisterschaft im letzten Jahrzehnt regelmäßig abgesagt wurde. Auch dieses Jahr scheint das Vorhaben der Libyer unter einem guten Stern zu stehen, denn sie waren eigentlich in der Qualifikation gegen Tunesien ausgeschieden. Nachdem die Tunesier die Turnierteilnahme zurückgezogen haben, rückte das Team dann aber doch noch ins Teilnehmerfeld.

Uganda will endlich durchstarten: Uganda nimmt zum fünften Mal an diesem Turnier teil und ist damit gemeinsam mit der DR Kongo und Simbabwe Rekordteilnehmer. Diesmal stehen die Chancen besser als je zuvor, endlich über die Gruppenphase hinauszukommen. Unter dem aus Nordirland stammenden Trainer Johnathan McKinstry, der bei der Auflage von 2016 am Ruder von Ruanda war, konnten die Ugander den CECAFA Cup 2019 gewinnen und zogen in die Gruppenphase der Qualifikation für Katar 2022 ein. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass der beste Torschütze der Qualifikation, Patrick Kaddu, sich mit seiner Leistung für den marokkanischen Klub RS Berkane empfohlen hat und nun für das Turnier nicht spielberechtigt ist.

DR Kongo will an alte Erfolge anknüpfen: Die DR Kongo konnte das Turnier 2009 und 2016 gewinnen, hat die Auflage von 2018 jedoch verpasst und möchte nun zum dritten Mal erfolgreich sein. Florent Ibenge, der mit der A-Nationalmannschaft schon wahre Meisterleistungen vollbracht hat, dann jedoch 2019 nach enttäuschenden Auftritten beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal seinen Hut genommen hatte, ist zurück auf der Trainerbank. Die Auswahl setzt sich vor allem aus Spielern der beiden Spitzenklubs TP Mazembe und AS Vita-Club zusammen. Drei Spieler waren bereits beim letzten Titelgewinn des Teams im Jahr 2016 dabei, nämlich Michée Mika, Ley Matampi und Ricky Tulenge.

Democratic Republic of the Congo's coach Florent Ibenge

Zitate

"Freundschaftsspiele und Pflichtspiele sind zwei verschiedene Schuhe. Bei Wettbewerben setzt sich manchmal das entschlossenste Team durch. Wir müssen unserem Spitznamen Unzähmbare Löwen alle Ehre machen und in jedem Spiel alles geben. Unser Land hat viel investiert, um dieses Turnier austragen zu können. Diese Bemühungen dürfen nicht vergeblich gewesen sein. Wir werden alles geben." – Jacques Zoua, Stürmer Kameruns, Gewinner des Afrikanischen Nationen-Pokals 2017

"Wenn wir gut vorbereitet sind, können wir weiterkommen. Wir haben Vertrauen zu den nominierten Spielern, denn die Mehrheit von ihnen war bereits beim CECAFA Cup 2019 dabei." – Johnathan McKinstry, Trainer Ugandas, Gewinner des CECAFA Cup 2019

"Es gibt noch einiges zu tun, aber wir sind fast fertig, denn die Zeit drängt. Diese Spiele waren sehr willkommen, denn dabei konnten wir sehen, was noch nicht klappt und was wir noch tun müssen, um die Vorbereitung für die Endrunde abzuschließen. Wir vertreten ein ganzes Land und dürfen uns daher keine Fehler erlauben." – Gnama Akate (Kapitän, Togo)


Gunnarsson: "Island hat noch den gleichen Erfolgshunger"
13.01.21 - 12:38 - de.fifa.com

 Iceland captain Aron Gunnarsson 

Aron Gunnarsson gilt mit seinem Vollbart, den Tätowierungen und seiner unbändigen Leidenschaft für den Fussball als perfekte Verkörperung der Nationalmannschaft Islands. Schon mit 23 Jahren wurde er zum Kapitän des Teams ernannt. Sein berühmtes Rücken-Tattoo, angelehnt an das Wappen Islands, zeigt deutlich, wie stolz er auf diese Position ist.

Als Island bei der UEFA EURO 2016 gegen England siegte und damit ins Viertelfinale einzog, war es Gunnarsson, der die unvergessliche gemeinsame Klatsch-Choreo der Fans und Spieler dirigierte. Doch schon als die damaligen Trainer Lars Lagerback und Heimir Hallgrimsson begannen, das Team zu formen, das Fussballgeschichte schreiben sollte, hatten sie den kompromisslosen und umtriebigen Mittelfeldmann als den Fels erkannt, um den herum sie das Team aufbauen würden.

"Er ist ein leuchtendes Beispiel für alles, wofür wir stehen wollen", sagte Hallgrimsson 2018. "Er ist als Spieler sozusagen unsere lebende Identität. Er ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie sich Spieler abseits des Spielfelds verhalten sollten, wie sie sich gegenseitig unterstützen sollten. Und auf dem Feld ist er für die Organisation des Teams ohnehin unverzichtbar. Er kennt die Position jedes einzelnen Spielers genau und er ist sehr anspruchsvoll. Und dabei ist er natürlich zuallererst ein sehr guter Fussballer."

Angesichts dieser flammenden Lobeshymnen kann es kaum überraschen, dass Trainer Hallgrimsson nach seinem Wechsel von Island zum katarischen Klub Al Arabi als einen der ersten seinen früheren Spielführer anrief. Gunnarsson war mehr als bereit, sich in ein neues Abenteuer zu stürzen, und nahm das schon bald folgende Angebot gern an. Aus seiner neuen Heimat in Katar sprach der 31-Jährige mit FIFA.com über das bittere Aus für Island in der Qualifikation für die UEFA EURO, die WM-Hoffnungen der Isländer und das Leben in dem Land, das 2022 die WM-Endrunde ausrichtet.

FIFA.com: Aron, seien Sie ehrlich: Vermissen Sie das raue Winterwetter Islands oder Großbritanniens?

Aron Gunnarsson: Ein bisschen schon, ja! [lacht] Ich bin halt Isländer und habe nichts gegen ein bisschen Kälte! Aber eigentlich ist es hier in Katar gerade perfekt, rund 20 Grad warm. Das ist viel besser als im August, als ich herkam. Das ist die heißeste Zeit des Jahres und hat mich wirklich umgehauen. Die Hitze war zeitweise unerträglich. Wir haben sowieso nur am Abend trainiert, aber selbst dann war die Luftfeuchtigkeit noch absolut irre.

Sie sind als Mittelfeldspieler in Ihrer Karriere stets überall auf dem Platz zu finden gewesen. Mussten Sie Ihr Laufpensum anpassen, insbesondere am Anfang?

Ja, daran führte kein Weg vorbei. Wir alle bekommen GPS-Auswertungen unserer Laufwege und es war eindeutig zu erkennen, dass ich in der zweiten Halbzeit der Spiele deutlich weniger beweglich war. Und ich hatte anfänglich auch immer wieder mit Krämpfen gegen Spielende zu tun - viel mehr als sonst. Ich musste mich also an die neuen Bedingungen anpassen. Aber jetzt ist das Wetter einfach großartig und perfekt für den Fussball und ich kann wieder mein gewohntes Spiel zeigen.

Tore aus der eigenen Hälfte gehören allerdings nicht unbedingt zu Ihrem gewohnten Spiel. Erzählen Sie uns etwas darüber.

[lacht] Das stimmt auf jeden Fall. Ich hatte ein paar Mal gesehen, dass der gegnerische Torhüter weit vor seiner Linie stand. Da dachte ich mir: 'Wenn ich das nächste Mal den Ball kriege, halte ich einfach voll drauf'. Glücklicherweise habe ich den Ball perfekt getroffen. Meistens schieße ich eher wie beim Golf, mit Effet und Drehung [lacht].

Sie waren 2018 schon einmal in Katar, in der Reha nach einer schweren Knieverletzung. Kam schon damals der Gedanke auf, vielleicht eines Tages dort zu spielen?

Ja, auf jeden Fall. Ich war damals mit meiner Familie hier. Es ging damals darum, ob ich bis zur WM wieder fit werden würde oder nicht. Es gibt hier eine Klinik mit herausragender Einrichtung und hervorragenden Ärzten und Physiotherapeuten. Sie haben mir geholfen, es rechtzeitig zu schaffen. Schon damals sagte ich zu meiner Frau: 'Weißt du, ich hätte nichts dagegen, hier zu leben.' Im Jahr darauf nahm Heimir den Trainerjob bei Al Arabi an, und kurz danach rief er mich dann an. Mein Vertrag bei Cardiff lief zum Ende der Saison aus und ich wusste sofort, dass ich das machen wollte. Ich hatte einfach das Gefühl, nach elf Jahren in Großbritannien war die Zeit reif für einen Wechsel. Heimir musste sich nicht besonders anstrengen, um mir einen Wechsel nach Katar schmackhaft zu machen.

Man konnte lesen, dass Sie angenehm überrascht und beeindruckt vom fussballerischen Niveau in Katar waren.

Auf jeden Fall. Bevor ich hierher kam, war mir aufgefallen, dass es in der Liga sehr viele Tore gab, und daher nahm ich an, das Defensivniveau und die taktischen Aspekte des Spiels wären nicht so gut ausgeprägt, wie ich es aus Europa gewohnt war. Aber ich glaube, die Leute hier haben dieses Problem selbst erkannt, und in den letzten paar Jahren hat es große Veränderungen gegeben. Die Konkurrenz in der Liga ist deutlich stärker geworden und das Niveau ist jetzt viel höher - vor allem was die Taktik angeht. Das ist sehr wichtig für die Liga und von grundlegender Bedeutung für die Spieler Katars, die an der Weltmeisterschaft teilnehmen werden.

Aron Gunnarsson of Al Arabi in action during the Emir Cup Final between Al Sadd and Al Arabi at Al Rayyan Stadium on December 18, 2020 in Doha, Qatar.

Was kann man von einer WM in Katar erwarten?

Es wird jedenfalls eine ganz besondere WM. Man ist hier perfekt auf alles vorbereitet. Alle Stadien sind klimatisiert. Trotzdem ist die Verlegung des Turniers in den November und Dezember aus meiner Sicht völlig richtig, denn, für die Fans wäre es im Sommer ganz sicher nicht so angenehm, hierher zu kommen. So bekommen sie im Winter etwas Sonne ab und können Fussball bei wirklich perfekten Bedingungen genießen. Alles ist bestens vorbereitet und es wird eine fantastisch organisierte WM, denn die Katarer wollen etwas wirklich Außergewöhnliches auf die Beine stellen und dafür sorgen, dass alle nur Gutes über das Land sagen.

Sie wollen natürlich unbedingt bei der WM dabei sein, doch in letzter Zeit lief es nicht rund für Island. Was ist unter Erik Hamren schief gelaufen?

Erik hatte leider einfach sehr viel Pech mit Verletzungen. Während seiner Amtszeit fehlten uns ständig bestimmte Schlüsselspieler. Trotzdem hätten wir es um ein Haar zur EURO geschafft. In den Playoffs sind wir erst in allerletzter Minute ausgeschieden. Das war schon sehr bitter und schwer zu verdauen. Doch jetzt sind neue Trainer am Ruder (Arnar Vidarsson wurde als Cheftrainer und Eidur Gudjohnsen als Assistenztrainer ernannt) und ich denke, dass wir in unserer WM-Qualifikationsgruppe durchaus gute Chancen haben. Natürlich ist Deutschland Favorit, aber dann kommen wir, Rumänien, Nordmazedonien, Armenien und Liechtenstein. Ich hoffe also, dass es gut für uns läuft. Die Jungs sind alle hoch motiviert, es wieder zur WM-Endrunde zu schaffen. Eine ganze Reihe Spieler sind mittlerweile deutlich über 30 und wir wissen, dass dies möglicherweise unsere letzte Chance ist.

Wie blicken Sie heute, mit einigen Jahren Abstand, zurück auf Russland 2018?

Die Weltmeisterschaft damals hat mir riesigen Spaß gemacht, ich habe sie sehr genossen. Die Vorbereitungszeit allerdings nicht. Ich habe lange daran gezweifelt, ob ich rechtzeitig wieder fit sein würde, eigentlich bis zum Beginn des Turniers. Denn ich hatte nicht nur die Knieverletzung, sondern auch eine Bänderverletzung im Sprunggelenk. Aber als es dann so weit war und wir bei der WM aufs Feld gelaufen sind …, das war schon ein ganz besonderes Gefühl. Ich war eigentlich noch nicht wieder fit für ein ganzes Spiel und musste 90 Minuten lang niemand Geringerem als Messi hinterherjagen. Das war nicht unbedingt das leichteste Comeback, das kann ich Ihnen sagen! Aber ich war sehr erleichtert, dass ich nun doch dabei sein konnte, und es war fantastisch, einem der größten Spieler aller Zeiten gegenüberzustehen.

Sind der Erfolgshunger und der Teamgeist, also die Zutaten, die in den vergangenen Jahren für Islands Erfolge gesorgt haben, noch unvermindert vorhanden?

Diese Frage wird mir immer wieder gestellt: 'Habt ihr noch den gleichen Erfolgshunger?' Für mich ist die Antwort definitiv ein klares 'Ja'. Wir haben mit unserer Qualifikation für die EURO und für die WM bereits Geschichte geschrieben. Aber wenn man solche Turniere einmal erlebt hat, dann will man es wieder und wieder schaffen. Es gibt kein besseres Gefühl, als sein Land bei einem großen Turnier zu vertreten. Wenn ein solches Erlebnis bei einem Spieler nicht das Verlangen wachsen lässt, es beim nächsten Mal wieder zu schaffen, dann sollte derjenige vielleicht gar nicht Fussball spielen.

Erzählen Sie uns noch etwas über Ihre berühmte Rücken-Tätowierung. Woher kam die Inspiration dazu?

Es bedeutet mir sehr viel, für Island zu spielen. Für mich ist es etwas ganz Besonderes, ein so kleines Land zu repräsentieren. Man hat immer das Gefühl, dass man der kleine Außenseiter ist, der noch härter als alle anderen dafür arbeiten muss. Die Tätowierung habe ich mir nach der Europameisterschaft machen lassen. Ich wollte etwas Besonderes haben, was mir bedeutsam war. Das Tattoo wurde von einem isländischen Tätowierer gestochen, der insgesamt vier Mal nach Cardiff kam und jeweils zwei Tage an meinem Rücken gearbeitet hat. Die längste Sitzung dauerte volle sieben Stunden. Als ich ihm am Anfang von meinen Vorstellungen erzählte, fragte er: 'Bist Du sicher? Die Flagge mit den farbigen Bereichen ist genau auf deiner Wirbelsäule. Das wird sehr stark schmerzen.' Und ich kann Ihnen sagen, er hat nicht übertrieben! [lacht] Aber ich wollte das unbedingt und bereue es kein bisschen.

Sie sind Kapitän der isländischen Nationalmannschaft, seit Sie 23 waren. Was für ein Gefühl war es, so jung schon so viel Verantwortung zu bekommen?

Lars [Lagerback] baute damals das Team neu auf und ich denke, er wollte einen jungen Kerl, um die Meute zu führen. In diesem jungen Alter ist das natürlich eine ziemlich große Aufgabe, doch er muss wohl schon damals meine Führungsqualitäten erkannt haben. Am Anfang habe ich natürlich auch ein paar Fehler gemacht und in einigen Interviews dumme Sachen gesagt. Aber ich denke, ich bin ganz gut in die Rolle hineingewachsen. Ich weiß jedenfalls, dass ich nach meinem Rücktritt sehr großen Stolz empfinden werde, dass ich Kapitän dieses isländischen Teams war, das Geschichte geschrieben hat.

Aron Gunnarsson of Iceland applauds fans after the 2018 FIFA World Cup Russia group D match between Iceland and Croatia at Rostov Arena on June 26, 2018 in Rostov-on-Don, Russia. 


Cafu: "Jeder Spieler träumt davon, Weltmeister zu werden"
07.01.21 - 08:30 - de.fifa.com

Cafu lifts the World Cup trophy in 2002.

In weniger als zwei Jahren findet die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™ statt. Mit jedem Meilenstein auf dem Weg zum Turnier wächst die Vorfreude im Land und in der gesamten Region.

Das wichtigste Fussballturnier der Welt ist für viele Menschen überaus bedeutsam - am stärksten sicher für diejenigen, die die begehrteste Trophäe des Fussballs schon in den Händen halten durften. Einer dieser Spieler, der mit der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ ganz besondere Erinnerungen verbindet, ist Brasiliens Ex-Kapitän Cafu.

Der heute 50-Jährige gewann die Weltmeisterschaft zwei Mal im Laufe seiner Karriere, in der er mit dem FC São Paulo, AS Rom und AC Mailand unzählige Trophäen gewann. Der frühere Verteidiger ist zudem mit 142 Länderspielen Rekord-Nationalspieler seines Landes.

Als globaler Botschafter für den Obersten Rat für Organisation und Nachhaltigkeit (SC) ist Cafu überzeugt, dass Katar 2022 für unvergessliche Erlebnisse sorgen wird, so wie er selbst sie als Spieler erlebte.

Die Karriere von Cafu
The Brazil fans show their support for Cafu at Korea/Japan 2002
Cafu in action for Brazil against Italy in the USA 1994 Final
Ronaldo, Rai and Cafu celebrate Brazil's USA 1994 triumph
Cafu celebrates Brazil's winner against Scotland at France 1998
Cafu scores for Brazil against Wales in 2000
Cafu raises the FIFA World Cup Trophy at Korea/Japan 2002
Brazil celebrate as Cafu lfts the trophy
Cafu at the Home of FIFA
Cafu arrives for The Best FIFA Football Awards
Cafu, Qatar 2022 Ambassador

Cafu, als Rekord-Nationalspieler Brasiliens und Weltmeister 1994 und 2002: Wie wichtig ist es, dass die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ nun erstmals im Nahen Osten, in der arabischen Welt ausgetragen wird?

Cafu: Die Weltmeisterschaft ist ein Turnier für die ganze Welt und folglich hat jedes Land das Recht, sich als Gastgeber zu bewerben. Für die leidenschaftlichen Fussballfans in der Region ist dies eine fantastische Sache. Da das Turnier erstmals in ihrer Region stattfindet, haben Millionen Menschen die Gelegenheit, zum ersten Mal in ihrem Leben vor Ort dabei zu sein. Ich weiß, was Katar alles an Infrastruktur und Fan-Erlebnissen plant. Diese Weltmeisterschaft wird ein großes Fussballfest für alle.

Sie waren als Spieler bei mehreren Weltmeisterschaften dabei. Welches Vermächtnis wird Katar 2022 in der Region und darüber hinaus hinterlassen?

Die Organisatoren dieser WM tun viel dafür, dass das Vermächtnis des Turniers der ganzen Welt zugute kommt. Die Verpflichtung zur Nachhaltigkeit bedeutet positive Auswirkungen auf die Umwelt und legt die Messlatte für die Organisation künftiger großer Sportveranstaltungen sehr hoch. Dies umfasst auch die Planungen, Teile der Stadien nach dem Schlusspfiff in andere Länder zu transportieren, um die dortige Sport-Infrastruktur zu verbessern.

Katar 2022 findet im November und Dezember statt. Wie wird sich diese Zeitplanung auf das fussballerische Niveau auswirken?

Die Zeitplanung bedeutet, dass viele Spieler in absoluter Topform sein werden, denn sie kommen nicht erst nach einer langen, kräftezehrenden Saison zu den Nationalteams. Bedenkt man zusätzlich die perfekten Wetterbedingungen, die zu dieser Jahreszeit in Katar herrschen, dürften wir herausragenden Fussball zu sehen bekommen. Es gibt keine Entschuldigungen für die Topstars, dort nicht zu glänzen.

Es wird zudem auch die kompakteste WM der modernen Ära. Die Stadien liegen alle sehr dicht beieinander. Die Teams können während des gesamten Turniers an einem Ort bleiben. Wie wird sich dies auswirken?

Für alle Menschen, die den Fussball lieben, wird Katar 2022 ein wahr gewordener Traum - egal ob vor Ort oder am TV. Vier Gruppenspiele pro Tag, alle in Stadien in unmittelbarer Nähe - das bedeutet, dass man theoretisch sogar zwei Spiele an einem Tag besuchen kann. Das gab es in der modernen Ära bei der WM noch nie.

Für die teilnehmenden Mannschaften bedeutet es, dass sie während des gesamten Turniers das gleiche Quartier nutzen können und es keine langen Reisen zu den Spielen gibt. Damit haben die Spieler mehr Zeit zum Trainieren und zum Regenerieren und werden somit besser auf die Spiele vorbereitet sein.

Sie haben bei unzähligen Turnieren gespielt. Warum ist die Weltmeisterschaft Ihnen so wichtig?

Davon träumt doch jeder Spieler - Weltmeister zu werden. Man spielt gegen die besten Spieler der Welt. Da will man als Spieler unbedingt dabei sein.


Lassina Traoré: Das lupenreine Talent
05.01.21 - 16:24 - de.fifa.com

Lassina Traore trains with Matthijs de Ligt

Am 24. Oktober überrollte Ajax Amsterdam VVV Venlo regelrecht mit 13:0. Maßgeblichen Anteil an diesem historischen Sieg hatte Lassina Traoré mit einer Glanzleistung, fünf Toren und drei Vorlagen. Der Stürmer aus Burkina Faso ist damit seit einem gewissen Marco van Basten 1985 gegen Sparta Rotterdam der erste Ajax-Akteur, dem in einem Meisterschaftsspiel fünf Tore gelangen (bei van Basten waren es seinerzeit sogar sechs).

Nicht schlecht für einen Spieler, der noch keine 20 Jahre alt ist und sich in dieser Saison erst in der ersten Mannschaft etabliert hat. Noch erstaunlicher aber wird es, wenn man sich seine Leistungen in Ajax' zweiter Mannschaft seit seiner Ankunft in Europa vor zwei Jahren ansieht. Dynamisch, präzise, immer torhungrig und gleichzeitig altruistisch, ist Traoré geradezu die Verkörperung aller traditionellen Wunscheigenschaften von Ajax. Die Vereinsscouts dürften sich also Augen und Hände gleichermaßen gerieben haben, als sie den Stürmer bei den Cape Town Spurs (dem früheren Farmteam Ajax Cape Town) entdeckten.

Kaum hatte Traoré allerdings seinen ersten Profivertrag beim niederländischen Renommierverein unterschrieben, fiel er erst einmal in ein Loch. "Es war schwierig, die Messlatte liegt sehr hoch. Ich musste erst einmal verinnerlichen, dass ich ganz hart arbeiten muss. Ich erinnere mich noch an eine Trainingseinheit in den USA, als ich Matthijs de Ligt als Gegenspieler hatte. Der hat mir kaum Luft zum Atmen gelassen. Wir sind beide robust zur Sache gegangen und er war obendrein auch noch pfeilschnell. Ich habe gegen ihn keinen Stich gekriegt. Das war neu für mich", berichtet Traoré und fügt dann fröhlich hinzu: "Heute sähe das anders aus."

Lassina ist fleißig und wissbegierig zugleich. So hat er sich an das neue Leben auf dem Platz und abseits davon angepasst. Zudem hatte er das Glück, dass seine Ankunft zusammenfiel mit dem sensationellen Durchmarsch der jungen Ajax-Elf bis ins Halbfinale der UEFA Champions League 2018/19. "Er war unglaublich. Ich empfand riesigen Stolz. Auch wenn mein erstes Jahr schwierig war, habe ich es doch genossen, Teil dieses Abenteuers zu sein." Traoré lächelt immer noch, wenn er sich daran erinnert, dabei saß er just bei der unglücklichen Niederlage gegen Tottenham Hotspur zum ersten Mal auf der Bank bei den Profis.

Lassina Traore of Ajax and Frenkie de Jong of Ajax celebrate 

Ein Stern geht auf

Der kometenhaft anmutende Aufstieg des nächsten Ajax-Wunderstürmers fußt auf dem soliden Fundament einer Familie, die Fussball im Blut hat. Das fängt bei Traorés Mutter an, die in jungen Jahren spontan für das runde Leder entflammte. "Ihre Eltern wollten nicht, dass sie Fussball spielt. Sie musste heimlich trainieren und spielen", weiß der Sohn zu berichten. "Als das Ganze dann aber Geld abzuwerfen begann, haben sie begriffen, wie ernst es ihr damit ist, und ihr ihren Willen gelassen."

Diese Einsicht von Lassinas Großeltern war auch gut, denn so wurde ihre Tochter Spielmacherin und Kapitänin der Frauen-Nationalmannschaft von Burkina Faso. "Als ich klein war, bin ich ihr überall hin gefolgt. Ich war beim Training dabei und ich habe sie spielen sehen. Daher rührt meine Leidenschaft", erzählt Traoré. "Heute berät sie mich, was das Leben als Profi angeht. Aber was die Dinge auf dem Platz angeht, hält sie sich raus. Sie weiß, dass ich weiß, was zu tun ist. Von meiner Mutter habe ich gelernt, wie wichtig Regeneration, gesunde Lebensweise und Konzentration vor den Spielen ist."

Auch Traorés Vater hat Fussball gespielt, wenn auch nie auf höherem Niveau. Ganz anders sein Onkel Rahim Ouedraogo, ein ehemaliger Nationalspieler Burkina Fasos, der 2012 zudem den Verein FC Rahimo in Bobo-Dioulasso gründete. Inzwischen ist der Klub einer der besten in Burkina Faso. Im Alter von elf Jahren trat Lassina in die Jugend des FC Rahimo ein. "Dort habe ich alles gelernt", sagt Traoré, dessen Träume von Ruhm sich aus den Spielen der Nationalmannschaft und den Erfolgen seiner Vorbilder Didier Drogba und Emmanuel Adebayor speisten.

Lassina Traore of Ajax Amsterdam celebrates his goal vs Atalanta BC

Hilfreicher Cousin

Lassina ist außerdem der Cousin von Bertrand Traoré, der ebenfalls bei Ajax gespielt hat und heute bei Aston Villa aktiv ist. Lassina betrachtet Bertrand als großen Bruder, zumal er ihm bei der Umstellung auf das Leben in Europa geholfen hat. Zur Freude beider treffen sie sich seit 2017 regelmäßig bei der Nationalmannschaft. Lassina bestritt sein erstes Länderspiel mit gerade einmal 16 Jahren und schoss bei seinen ersten beiden Auftritten im Nationaldress gleich drei Tore.

Heute ist das Ajax-Juwel fester Bestandteil einer Spielergeneration, die auf der Erfolgswelle des gerade beendeten letzten Jahrzehnts schwimmt und die nächsten kontinentalen Begegnungen vor Selbstvertrauen strotzend angeht. Im März stehen die letzten beiden Spiele der Qualifikation für den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2021 an, gefolgt vom Auftakt der Qualifikation zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™, an der die Burkiner endlich einmal teilnehmen wollen.

"Das Land glaubt allmählich daran. Die Leute wissen, dass unsere Mannschaft zu Großem fähig ist – vor allem, weil die aufstrebende junge Generation die perfekte Ergänzung für die arrivierten Nationalspieler ist, die 2013 im Endspiel um den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal standen und 2017 Dritter geworden sind. Wenn wir uns weiter reinhängen, wird sich das auszahlen. Wir bringen alles mit, um Großes zu erreichen", so Traoré.


Akademie-Einzug 2021? "Das schaffen wir, glaube ich, nicht ganz"
25.12.20 - 16:48 - kicker.de

Ende September 2019 wurde der Grundstein für die neue DFB-Akademie gelegt, Ende 2021 sollte das neue Prunkstück bezugsfertig sein. Doch der Zeitplan wackelt, wie DFB-Präsident Fritz Keller erklärte.

WM-Qualifikation: Die Situation in den einzelnen Konföderationen
23.12.20 - 11:53 - de.fifa.com

Neymar celebrates scoring for Brazil

Afrika-Zone

Das Jahr 2020 begann mit der Auslosung der zweiten Runde der CAF-Qualifikation. In dieser Runde starten die 14 Sieger der ersten Runde sowie die 26 bestplatzierten afrikanischen Nationen der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste.

Zu den Siegern der ersten Runde gehört Guinea-Bissau, das sich in Hin- und Rückspiel gegen São Tomé und Príncipe durchsetzen konnte und mit dem erstmaligen Einzug in die zweite Runde Geschichte schrieb. Dschibuti setzte sich gegen Eswatini durch und überwand die erste Hürde damit zum zweiten Mal. Dabei gelang es dem Land beim siebten Versuch erstmals, in einem Auswärtsspiel der WM-Qualifikation keine Niederlage zu kassieren. Zu den herausragenden Akteuren der ersten Runde gehörten Emilio Nsue, der den entscheidenden Treffer für Äquatorial-Guinea erzielte, Gerald Phiri, der einen wichtigen späten Elfmeter für Malawi verwandelte und der 18-jährige Ashley Williams, der in der Nachspielzeit des Rückspiels zwischen Liberia und Sierra Leone einen Elfmeter hielt. Damit sicherte er Liberia nach einer 0:1-Auswärtsniederlage und einem 3:1-Heimerfolg den Einzug in die nächste Runde.

In der zweiten Phase wurden 40 Teams in zehn Gruppen eingeteilt. Die zehn Gruppensieger ziehen in die dritte Runde ein, wo sie in fünf Paarungen im Hin- und Rückspielmodus gegeneinander antreten. Die fünf Sieger dieser Begegnungen qualifizieren sich für Katar 2022.

In Gruppe A kommt dem amtierenden Afrikameister Algerien die Favoritenrolle zu. In Gruppe D treten sowohl Kamerun als auch Côte d’Ivoire an. Daher wird eine der beiden großen Fussballnationen des Kontinents nicht bei der WM vertreten sein. Ein ähnliches Szenario gibt es in Gruppe G, wo entweder Ghana oder Südafrika das Weltturnier aus der Ferne verfolgen müssen. Senegal mit Stürmerstar Sadio Mané, Afrikas Spieler des Jahres 2019, ist derweil in Gruppe H favorisiert und muss sich dort gegen Kongo, Namibia und den ehemaligen WM-Teilnehmer Togo durchsetzen.

Asien-Zone

In der Zone der asiatischen Fussballkonföderation AFC ist über die Hälfte der zweiten Runde, in der 40 Teams in acht Gruppen gegeneinander antreten, bereits ausgespielt. Dabei überrascht es nicht, dass Australien und Japan nach vier Spielen in ihrer jeweiligen Gruppe eine perfekte Bilanz vorweisen können. Syrien hat es mit fünf Siegen in ebenso vielen Spielen sogar noch besser gemacht.

Saudiarabien und die Republik Korea, zwei Länder, die regelmäßig auf der Weltbühne vertreten sind, hatten hingegen mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, haben aber dennoch gute Chancen auf die Qualifikation. Saudiarabien hat einen Punkt Rückstand auf Tabellenführer Usbekistan (das allerdings schon ein Spiel mehr auf dem Konto hat), während die Taegeuk Warriors die Ärmel aufkrempeln müssen, um den Anschluss an Turkmenistan nicht zu verlieren, den überraschenden Tabellenführer der Gruppe H. Für die IR Iran ist die Situation in Gruppe C hingegen kniffliger. Das Team rangiert derzeit nur auf Platz drei und kann sich kaum noch Ausrutscher leisten.

Die acht Gruppensieger und die vier besten Zweitplatzierten ziehen in die dritte Runde ein, in der sie in zwei Gruppen mit je sechs Teams gelost werden. Der Erst- und Zweitplatzierte der beiden Gruppen sichern sich WM-Tickets, die beiden Drittplatzierten spielen um die Teilnahme an der interkontinentalen Playoff-Runde.

Chinese Taipei v Australia

Südamerika-Zone

Nach vier Spieltagen lassen sich noch nicht wirklich Schlüsse ziehen, doch einige Tendenzen zeichnen sich in der CONMEBOL-Zone bereits ab. Brasilien führt die Tabelle mit vier Siegen in ebenso vielen Spielen an und wusste mit einer Abwehr zu beeindrucken, die nur zwei Gegentreffer zuließ, und mit einem Angriff, der gleich zwölf Torerfolge verbuchen konnte. Dabei musste Tite verletzungsbedingte Ausfälle von Starspielern wie Neymar, Gabriel Jesus und Coutinho kompensieren. Die Seleção kann damit auf eine Positivserie von 21 Spielen ohne Niederlage in der WM-Qualifikation zurückblicken und im Moment deutet alles darauf hin, dass sie ihren Teilnahmerekord von 21 Teilnahmen an ebenso vielen Auflagen des Weltturniers ausbauen wird.

Für Argentinien sieht es nach drei Siegen und einem Remis ähnlich gut aus. Die Argentinier haben gemeinsam mit Brasilien die beste Abwehr des Kontinents und können im Angriff auf den talentierten Lautaro Martinez zählen, sodass Nationaltrainer Lionel Scaloni etwas weniger von Lionel Messi abhängig ist. Zur allgemeinen Überraschung belegt Ecuador den dritten Tabellenplatz. Nach der 0:1-Auftaktniederlage gegen Argentinien bei Gustavo Alfaros erstem Spiel auf der Trainerbank ist es diesem gegen Uruguay (4:2) und Kolumbien (6:1) gelungen, La Tri in eine wahre Tormaschine zu verwandeln. Außerdem konnte das Team seit 2009 den ersten Sieg in Bolivien verbuchen. Doch die Ecuadorianer wollen sich keinesfalls zu früh freuen. Schließlich waren sie mit vier Siegen in die Qualifikation für Russland 2018 gestartet und am Ende doch noch auf der Strecke geblieben.

Arturo Vidal of Chile celebrates after scoring  - Venezuela v Chile - South American Qualifiers for Qatar 2022

Die anderen Teams:

Nord-, Mittelamerika- und Karibik-Zone

Die CONCACAF-Qualifikation hat noch nicht begonnen, doch im August wurden die Gruppen für die erste Runde ausgelost. Auf der Grundlage der FIFA-Weltrangliste von Juli 2020 wurden die 30 am schlechtesten platzierten Mitgliedsverbände in sechs Gruppen eingeteilt.

Die sechs Gruppensieger treffen in der zweiten Runde in drei festgelegten Paarungen (Hin- und Rückspiel) aufeinander. Die drei Sieger ziehen in die letzte Runde ein, in der die fünf bestplatzierten CONCACAF-Teams der FIFA-Weltrangliste von Juli 2020 dazustoßen. Dies sind Costa Rica, USA, Honduras, Jamaika und Mexiko. Die Runde wird im Meisterschaftsmodus mit Hin- und Rückspielen ausgetragen, und die drei besten Teams qualifizieren sich für Katar 2022. Der Viertplatzierte nimmt an der interkontinentalen Playoff-Runde teil.

Europa-Zone

Die UEFA-Qualifikation hat noch nicht begonnen, doch am 7. Dezember wurden die Gruppen ausgelost.

Die zehn Gruppensieger qualifizieren sich direkt für Katar 2022, die zehn Zweitplatzierten bestreiten die Playoff-Runde. In der Playoff-Runde treten außerdem die beiden besten Gruppensieger der UEFA Nations League 2020/21 an, die sich noch nicht direkt für die Endrunde oder die Playoffs qualifiziert haben. Diese zwölf Teams werden in drei Pfade eingeteilt, über die in K.-o.-Spielen die drei letzten europäischen Vertreter auf der Weltbühne ermittelt werden.

UEFA-Vorrundenauslosung - Alle Gruppen

Ozeanien-Zone

Die OFC-Qualifikation hat noch nicht begonnen. Beteiligt sind die elf Mitgliedsverbände der Region, nämlich Fidschi, die Cook-Inseln, die Salomon-Inseln, Neukaledonien, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Samoa, Amerikanisch-Samoa, Tahiti, Tonga und Vanuatu. Das beste Team des Qualifikationswettbewerbs der Region tritt in der interkontinentalen Playoff-Runde an.

Bei der Organisation der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™ mussten 2020 zahlreiche Herausforderungen überwunden werden. Doch mittlerweile hat der Kampf um die WM-Tickets in Südamerika begonnen und auch in der europäischen Fussballkonföderation (UEFA), der afrikanischen Konföderation (CAF) und der Konföderation der Nord-, Mittelamerika- und Karibik-Zone (CONCACAF) nimmt die Qualifikation für das Weltturnier langsam Form an. FIFA.com wirft einen Blick auf den Zwischenstand in allen Regionen der Fussballwelt.


Debüt gegen Deutschland: Island stellt neuen Nationaltrainer vor
22.12.20 - 18:14 - kicker.de

Arnar Thor Vidarsson wird neuer Nationaltrainer Islands. Seine Premiere wird er gegen das DFB-Team feiern.


Dalic: "Wir sind ziemlich optimistisch, was die Zukunft angeht"
22.12.20 - 09:15 - de.fifa.com

Croatia coach Zlatko Dalic.

Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ stellte für den kroatischen Fussball einen Meilenstein dar, ein Sommermärchen, das wohl für immer unvergessen bleiben wird. Bis ins Finale schafften es die Feurigen um Trainer Zlatko Dalic, wo man sich allerdings in einem spektakulären Duell den Franzosen beugen musste (2:4).

Im Anschluss musste Kroatien einen kleinen Aderlass hinnehmen. Stars wie der Stürmer Mario Mandzukic und der 'Elfmetertöter' Danijel Subasic entschlossen sich, ihre Karriere im Nationalteam nach diesem Höhepunkt zu beenden. Doch Dalic, der seit 2017 im Amt ist, blieb am Ruder und beschloss, dass seine Reise noch nicht zu Ende ist.

Der 54-Jährige integrierte erfolgreich junge Talente und führte die Nationalmannschaft souverän zur UEFA EURO 2020, die im kommenden Sommer stattfinden wird. Doch ab März steht die nächste Feuerprobe bevor: die Qualifikation für Katar 2022. FIFA.com sprach mit Dalic über die bevorstehenden Herausforderungen, das schwierige Jahr 2020 sowie die Corona-Pandemie.

Head coach Zlatko Dalic of Croatia reacts 

Herr Dalic, auf Ihrem Weg nach Katar warten Russland, die Slowakei, Slowenien, Zypern und Malta. Wie schätzen Sie Ihre Gruppengegner ein?

Es gibt keine leichten Gruppen, denn natürlich ist es der Traum einer jeden Nation, sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Wir haben eine schwere Gruppe, doch wir nehmen unsere Rolle als Favorit an. Schließlich sind wird das erstgesetzte Team der Gruppe und amtierender Vizeweltmeister. Dennoch begegnen wir allen Gegnern in der Gruppe mit Respekt. Gegen die Slowakei haben wir bereits in anderen Qualifikationsturnieren gespielt. Die Slowaken kennen uns sehr gut und haben Ihre Stärke durch die Qualifikation für die EURO über die Playoffs bewiesen.

Russland war für uns bei der Weltmeisterschaft ein sehr schwerer Gegner. Die Russen siegten dort gegen Spanien, was ja schon eine ganze Menge sagt. Slowenien steigert sich unter Trainer Matjaž Kek weiter, der ja auch schon erfolgreich in Kroatien gearbeitet hat und uns entsprechend gut kennt. Unsere Nachbarn werden sicher sehr motiviert sein, sich gegen uns zu beweisen.

Zypern und Malta gehören in ihren Setztöpfen jeweils zu den besten Teams. Insgesamt ergibt sich also eine sehr anspruchsvolle Gruppe.

Doch wir glauben an unsere Stärken und gehen selbstbewusst und zuversichtlich in die Qualifikation.

Welche Herausforderungen sehen Sie in dieser Qualifikation?

Der Spielplan ist im März und im September mit jeweils drei Spielen in einer Woche sehr prall gefüllt. Da bleibt fast keine Zeit fürs Training. Hinzu kommen die langen Reisen, die für die Spieler sehr anstrengend sind. Es wird also schwer, so schnell hintereinander drei so wichtige Spiele zu absolvieren, zumal die Spieler ja auch in ihren Klubs viel zu tun haben.

Eine sehr gute Planung wird wichtig sein, um die Ressourcen bestmöglich zu nutzen und die Spieler vor Überlastungen zu schützen, wobei wir gleichzeitig gute Ergebnisse brauchen. All dies ist allerdings für alle Teams die gleiche Situation. Wir wollen damit also nichts entschuldigen.

Das andere Problem ist die EURO, die dieses Mal mitten in der Qualifikation liegt. Das ist sehr ungewöhnlich und stellt auch für alle anderen EURO-Teilnehmer ein Problem dar. Es ist durchaus denkbar, dass nach der EURO einige Spieler aus der Stammformation der Nationalmannschaft ihren Rücktritt erklären. Dann müsste man mitten in der Qualifikation wichtige Umstellungen und Veränderungen vornehmen.

Zlatko Dalic and Luka Modric of Croatia celebrate 

Was wissen Sie über Katar?

Ich hatte bereits Gelegenheit, im Nahen Osten zu arbeiten, nämlich in Saudiarabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Daher bin ich mit der Kultur und den Menschen in der Region vertraut. Ich habe sehr schöne Erinnerungen an meine Zeit im Nahen Osten und ich habe noch immer viele gute Freunde dort. Daher bin ich sicher, dass wir in Katar eine großartige Weltmeisterschaft erleben werden. Die Gastgeber werden alles Erdenkliche tun, um uns ihre großartige Gastfreundschaft zu demonstrieren.

Denken Sie, dass es eine ganz besondere WM wird?

Ja, da bin ich sicher. Hoffentlich ist die Pandemie bis dahin vorbei und wir können die Weltmeisterschaft zusammen mit Fans aus aller Welt genießen. Es wird die erste Weltmeisterschaft im Nahen Osten, und auch die erste, bei der die Fans zwei Spiele an einem Tag sehen können. Die Stadien liegen sehr dicht beieinander. Ich bin sicher, dass dadurch eine großartige Atmosphäre entstehen wird - ähnlich wie bei den Olympischen Spielen.

Die Stadien sind einfach großartig. Und nochmals: Ich bin sicher, die Gastgeber werden ihre Sache großartig machen, was die Organisation, die Sicherheit und alle anderen Aspekte angeht. Sie werden dafür sorgen, dass es für die Fans ein großartiges Erlebnis wird.

Sie haben bei der WM 2018 das Finale erreicht. Gibt es deswegen jetzt großen Druck?

Ich denke, die Leute wissen, dass 2018 ein ganz besonderes Jahr war und dass man so etwas nicht alle zwei oder vier Jahre wiederholen kann.

Ich denke, 2018 war der Druck größer, da wir wussten, dass es für einige unserer älteren Spieler die letzte Chance war. Jetzt haben wir erst einmal den Druck, uns zu qualifizieren. Wir wollen mit dabei sein, mitten unter den Besten.

Wir wissen, dass wir viel Talent, Klasse und Selbstvertrauen haben. Wenn wir also erst einmal dabei sind, können wir an einem guten Tag jeden Gegner schlagen. Doch wir wissen auch, dass Kroatien nicht zur Reihe der Topfavoriten gehört. Das sind Länder wie Frankreich, Spanien, Deutschland, Brasilien, Argentinien, England, Italien, Belgien oder Portugal.

1998 und 2018 haben wir allerdings gezeigt, dass Kroatien dennoch einen historischen Lauf zeigen kann. Doch ich denke, wir stehen nicht unter dem Druck, dies wieder schaffen zu müssen.

Einige kroatische Spieler haben nach der WM 2018 ihren Rücktritt erklärt. Erzählen Sie uns etwas über das aktuelle Team.

Ja, unser Team hat sich seit Russland 2018 ziemlich verändert. Spieler wie Rakitić, Mandžukić, Subašić und Ćorluka sind nicht mehr dabei. Aber es rücken viele talentierte Youngster nach, die immer wichtigere Rollen übernehmen. Wir haben die UEFA Nations League 2018 und 2020 genutzt, um einigen neuen Spielern eine Chance zu geben. Und wir haben die Qualifikation für die EURO 2020 eigentlich ganz gut absolviert.

Luka Modrić ist immer noch unsere Führungsfigur. Mit Brozović und Kovačić an seiner Seite haben wir immer noch eines der besten Mittelfelder der Welt. Erfahrene Spieler wie Perišić, Vida und Lovren bringen die dringend benötigte Routine und Abgeklärtheit mit. Und wir haben einige junge Heißsporne wie Brekalo und Vlašić, die ihr Potenzial schon bewiesen haben. Wir sind also ziemlich optimistisch, was die Zukunft angeht.

Das nächste Jahr wird ungewöhnlich, weil während der WM-Qualifikation die EURO 2020 nachgeholt wird. Was kann Ihr Team dabei erreichen?

Wir haben uns in Russland einen Traum erfüllt. Das war einfach unvergesslich für alle Beteiligten, und natürlich auch für die Fans. Wir ziehen daraus eine zusätzliche Motivation, denn wir wissen, was es bedeutet, einer ganzen Nation so viel Freude und Stolz zu schenken.

Angesichts der aktuellen Pandemie und der vielen Toten ist uns klar, dass die ganze Nation auf uns blickt und wieder auf eine große Freude hofft. Es ist unsere Pflicht, unser absolut Bestes zu geben, um die Magie aus Russland wieder aufleben zu lassen.

Wie ich schon vorher sagte - es gibt einige Teams, die derzeit objektiv betrachtet vor uns liegen. Aber wir vertrauen auf unsere Stärken und akzeptieren nur dann, dass ein Team besser ist als wir, wenn es das auf dem Platz bewiesen hat. Und das ist nicht leicht, denn wir haben nicht nur die nötige Qualität, sondern spielen auch mit sehr viel Leidenschaft und einem Gefühl der Einheit für Kroatien.

Wie lautet Ihr Schlusswort für das Jahr 2020? Ein schweres Jahr, insbesondere wegen Corona?

Ich habe es schon bei unseren letzten Spielen im November gesagt: Ich kann es kaum erwarten, dass dieses Jahr endlich vorüber ist. Zunächst einmal ist es fürchterlich, dass auf der ganzen Welt so viele Menschen den Tod gefunden haben. Auch viele Menschen und Unternehmen wurden von den Lockdowns und anderen Maßnahmen schwer getroffen.

Und dann findet der Fussball ohne Fans statt. Das ist einfach nicht das Gleiche und es fehlen die Emotionen, die nur volle Stadien bieten können. Vor den Spielen haben wir angesichts all der Maßnahmen eher über Tests und wer positiv ist nachgedacht, als über Taktik, Kondition oder sonstige fussballerische Aspekte.

Es war einfach ein fürchterliches Jahr und wir können nur hoffen, dass 2021 alles wieder viel besser wird. Ich wünsche allen Menschen alles Gute für ihre Gesundheit.

Gareth Southgate, Head Coach of England, Zlatko Dalic, Head Coach of Croatia, and Jaroslav Silhavy, Head Coach of Czech Republic pose


DFB-Fahrplan: Start 2021 mit Doppelspieltag in Duisburg
21.12.20 - 15:03 - kicker.de

Die deutsche Nationalmannschaft wird in Duisburg in das EM-Jahr 2021 starten. Im Stadion des Drittligisten MSV Duisburg steigen die ersten beiden Heimspiele des Jahres.


Spektakuläre Einweihung des Ahmad Bin Ali Stadium
18.12.20 - 20:30 - de.fifa.com

Ahmad bin Ali Stadium

Im Beisein des katarischen Staatsoberhaupts, Tamim bin Hamad al-Thani, war das Ahmad Bin Ali Stadium am 18. Dezember am katarischen Nationalfeiertag Schauplatz des Finales des 48. Emir-Pokals, der vor einer begeisterten Zuschauerkulisse unter Einhaltung der geltenden Abstandsregeln ausgetragen wurde. Damit wurde die vierte Arena für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™ eingeweiht. Die heutige Einweihung fand genau zwei Jahre vor dem WM-Finale 2022 in Katar statt.

Die neue Heimstätte des al-Rayyan Sports Club ist nach den Stadien Khalifa International, al-Janoub und Education City die vierte Anlage, die für die erste FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ im Nahen Osten und in der arabischen Welt bereitsteht. Das Stadion mit seinen 40.000 Plätzen ist für sieben Spiele bis zum Achtelfinale der WM 2022 vorgesehen.

Nach einer spektakulären Feier mit musikalischen und kulturellen Darbietungen, atemberaubenden visuellen Effekten sowie einem von den Moderatoren Hamad bin Mohsen al-Naimi und Ali bin Rhema al-Marri vorgetragenen Rätsel folgte das Finale zwischen al-Sadd und al-Arabi.

Zugegen war auch FIFA-Präsident Gianni Infantino, der den Obersten Rat für Organisation und Nachhaltigkeit für den erfolgreichen Abschluss eines weiteren Stadionprojekts für die WM 2022 in Katar lobte.

"Das Ahmad Bin Ali Stadium ist eine großartige Fussballarena", schwärmte Infantino. "Die Atmosphäre ist unglaublich, da die Tribünen bis zum Spielfeld reichen. Selbst bei Einhaltung der Abstandsregeln kann man die Begeisterung unter den Zuschauern spüren. Dieses Stadion wird 2022 eine perfekte WM-Kulisse bieten."

Infantino sagte weiter: "Ich gratuliere Katar zum Abschluss dieses neusten WM-Projekts. Das Land ist auf die nächste Weltmeisterschaft sehr gut vorbereitet und wird zweifellos eine denkwürdige WM-Endrunde veranstalten – die erste im Nahen Osten und in der arabischen Welt sowie die zweite in Asien."

Ahmad Bin Ali Stadium

Das Ahmad Bin Ali Stadium wurde anstelle des abgebrochenen Ahmed-bin-Ali-Stadions neben der Mall of Qatar errichtet und liegt in Gehdistanz zur al-Riffa-Station, die an der grünen Linie der Doha-Metro liegt. Blickfang des neuen Stadions ist die leuchtende Fassade, die mit ihrem Muster verschiedene Merkmale Katars aufnimmt: die Bedeutung der Familie, die Schönheit der Wüste, die einheimische Flora und Fauna sowie den nationalen und internationalen Handel. Zusammengehalten werden diese Elemente von einem Schirm als Symbol für Stärke und Einheit, wie sie in der Wüstenstadt al-Rayyan besonders wichtig sind.

Der Generalsekretär des Obersten Rats, Hassan al-Thawadi, sagte: "Mit der Einweihung des Ahmad Bin Ali Stadium am katarischen Nationalfeiertag haben wir auf dem Weg zur WM 2022 ein weiteres wichtiges Etappenziel erreicht. Ohne das enorme Engagement aller Beteiligten wäre ein solcher Erfolg in dieser globalen Pandemie nicht möglich gewesen. Der Al Rayyan Sports Club und die Bevölkerung dieser historischen Stadt können auf das Stadion und seine Umgebung stolz sein. Wir freuen uns, 2021 weitere Stadien einzuweihen, und werden alles daransetzen, damit alle Stadien schon lange vor dem WM-Anpfiff 2022 bereit sein werden."

Der Geschäftsführer der FIFA World Cup Qatar 2022 LLC, Nasser al-Khater, betonte: "Der heutige Abend erfüllt Katar und die Menschen in al-Rayyan mit Stolz und war ein Belastungstest für die WM 2022, während Tausende Fans dem Spektakel trotz der anhaltenden Pandemie beiwohnen konnten. Wir freuen uns, den Fans nächstes Jahr einen noch besseren Vorgeschmack auf die WM 2022 zu bieten, wenn wir weitere große Turniere wie die FIFA Klub-Weltmeisterschaft und den FIFA-Arabien-Pokal veranstalten, die die Fussballfans in Katar, der ganzen Region und rund um die Welt zweifellos begeistern werden."

Weitere bekannte Gäste beim Spiel waren ehemalige Fussballer sowie Salman bin Ebrahim al-Khalifa, Alejandro Domínguez und Aleksander Čeferin, die Präsidenten der asiatischen Fussballkonföderation (AFC), der südamerikanischen Fussballkonföderation (CONMEBOL) und der Europäischen Fussball-Union (UEFA).