Freiburg beendete zwar die Torflaute und traf nach sechs trefferlosen Heimspielen wieder ins Gehäuse, doch die Breisgauer standen im Abstiegsduell gegen Hannover am Ende mit leeren Händen da. Die Dutt-Elf ist nun seit elf Spielen (0/4/7) sieglos, die Niedersachsen haben ihre Negativserie von 13 Partien (0/2/11) mit dem 2:1 beendet. Im siebten Spiel unter Mirko Slomka gab es somit die ersten Punkte, zudem zog 96 am Sportclub vorbei und verlässt die Abstiegsränge.
Ein fulminantes Solo von Aristide Bancé entschied das Duell der Hoffenheimer gegen Mainz zugunsten der Nullfünfer. Der 1:0-Auswärtserfolg des FSV war in einem höhepunktarmen Spiel nicht unverdient, denn die TSG agierte in der Offensive ohne Mumm und hatte gegen die taktisch extrem disziplinierten Mainzer fast keine Torchancen. Mainz überholt Hoffenheim in der Tabelle und jubelt über den zweiten Auswartssieg der Saison.
Nürnberg besiegte überraschend, aber verdient Meisterschaftsaspirant Leverkusen und springt nach dem Dreier auf Platz 15. Der Club krönte gegen schlafmützige Gäste sein mutiges Offensivspiel mit zwei späten Toren kurz vor der Pause und schien nach dem schnellen dritten Treffer klar auf der Siegerstraße. Doch die Gäste wachten auf und sorgten mit zwei schnellen Anschlusstoren für eine spannende Schlussphase. Getrübt wurde die Freude der Franken durch die schwere Knieverletzung Brenos, für den die Saison wohl beendet ist.
In einer nicht immer temporeichen, von Borussia Dortmund aber überlegen geführten Bundesligapartie siegte der BVB völlig verdient mit 3:0. Gladbach fand nie richtig ins Spiel, brachte insbesondere in der Offensive kein Bein auf den Boden und offenbarte auch defensiv immer wieder Mängel, die die Hausherren konsequent ausnutzten.
Dank eines starken zweiten Abschnitts kam der VfL Wolfsburg zum vierten Sieg in Serie. Nach schwachem ersten Durchgang gegen clevere Bochumer sorgte dann vor allem der stark aufspielende Dzeko, der zwei Treffer erzielte, dafür, dass der Deutsche Meister doch noch am Ende souverän auf die Siegerstraße einbog.
Der FC Schalke 04 bleibt auch im zehnten Spiel gegen die Eintracht aus Frankfurt ungeschlagen. Die Königsblauen überzeugten beim am Ende etwas zu hohen 4:1-Sieg durch enorme Effizienz und eine abgeklärte Leistung. Die Hessen dagegen zeigten zwei Gesichter: Vor der Pause waren sie in vielen Belangen überfordert, während sie in der zweiten Hälfte deutlich mutiger und agiler zu Werke gingen.
In einem zwar nicht hochklassigen, vor allem nach dem Seitenwechsel aber spannenden Bundesligaspiel, behielt der HSV die drei Punkte etwas glücklich in Hamburg. Lediglich in der Anfangsviertelstunde zeigte der Bundesliga-Dino eine offensiv ansprechende Vorstellung, agierte ansonsten aber zu einfallslos. Als Berlin nach dem Rückstand aufdrehte, stand dem HSV im zweiten Abschnitt wiederholt das Glück zur Seite.
Stuttgart ließ in Bremen nach einer kompakten Vorstellung den Sieg liegen. Nach verhaltenem Beginn fand der VfB als erstes den Faden und nutzte seine Chancen vor der Pause konsequenter als die in der Abwehr oft ungeordneten Hausherren. Nach Wiederanpfiff ließen die Schwaben diese Konsequenz vermissen - und das vorher müde Werder nutzte dieses Manko im Schlussspurt zum glücklichen Punktgewinn.
Köln und der FC Bayern trennten sich nach zwei völlig verschiedenen Hälften nicht unverdient unentschieden. Die Rheinländer beherrschten die ersten 45 Minuten und führten zur Pause nach Podolskis Freistoß, fanden sich aber nach dem Wechsel fast nur noch im Rückwärtsgang wieder und hatten bei zwei Pfostentreffern der Münchner zudem großes Glück. Dem FCB droht nach nur einer Woche an der Spitze der Verlust der Tabellenführung.