Werder Bremen verlor Spiel eins nach Thomas Schaaf beim 1. FC Nürnberg mit 2:3 (1:0). Die Grün-Weißen waren dank eines überragenden Kevin de Bruyne in der ersten Hälfte die spielbestimmende Mannschaft und ging durch den Belgier in Führung. Nürnberg, das schwach ins Spiel gestartet war, drehte nach dem Seitenwechsel auf und ging letztlich als Sieger vom Rasen. Werder konnte also auch das 13. Spiel in Serie nicht gewinnen.
In einer intensiven und temporeichen Partie mühte sich Frankfurt gegen Wolfsburg zu einer Punkteteilung. Der VfL beeindruckte gegen nervöse Gastgeber mit kluger Raumaufteilung und sicheren Kombinationen, legte schnell zwei Tore vor, ehe ein Platzverweis und Anschlusstreffer die Eintracht wieder ins Spiel brachten. Doch auch in Überzahl fehlte es den Hessen gegen clevere und zweikampfstarke "Wölfe" an Struktur, erst in der Schlussminute gelang der glückliche Ausgleich.
Der VfB Stuttgart stellte trotz eines munteren Spiels gegen den FSV Mainz einen Club-Negativrekord auf. Weniger als 19 Heimpunkte gab es noch in keiner VfB-Bundesliga-Saison. Auch die 37 Saisontore bedeuten Einstellung des Vereinseigenen Minusrekords. Beide Teams boten in der ersten Halbzeit munteren Sommerfußball. Im zweiten Durchgang konzentrierten sich die Mainzer auf Defensivarbeit und brachten den einen Punkt nach Hause.
Das "Endspiel" um Rang vier entschied Schalke für sich - weil sich Freiburg letztlich selbst schlug. Die Breisgauer waren nach dem Ausgleich zurück im Spiel, legten sich aber unmittelbar danach ein unglaubliches Ei ins Nest. So lachte am Ende die Sonne über Schalke, das nun in der Champions-League-Qualifikation sein Glück versuchen darf. Der SC darf sich mit der Europa League trösten.
Mit 3:0 gewann Hannover 96 das letzte Heimspiel der Saison gegen eine überforderte Fortuna aus Düsseldorf und stürzte die Rheinländer damit direkt in die zweite Liga. Durch die Niederlage und die Siege von Hoffenheim und Augsburg geht es für die Meier-Elf nach nur einem Jahr wieder zurück ins Unterhaus. An der Leine spielte Fortuna nur kurz gleichwertig mit, offenbarte dabei aber wie schon in der gesamten Spielzeit eine klare Schwäche vor des Gegners Tor.
Die Bundesliga-Uhr von 1899 Hoffenheim schien in Dortmund unaufhörlich abzulaufen. 0:1 lagen die Kraichgauer beim BVB nach einem frühen Lewandowski-Tor hinten. Das große Aufbäumen blieb lange aus. Doch nachdem der BVB zu fahrlässig mit seinen zahlreichen Chancen umgegangen war, bescherten zwei Foulelfmeter binnen fünf Minuten der TSG spät doch noch den nicht mehr für möglich gehaltenen Sprung auf Platz 16 und in die Relegation.
Dank einer couragierten Vorstellung besonders im zweiten Abschnitt gewann Bayer Leverkusen verdient beim Hamburger SV und vereitelte damit die Europa-League-Qualifikation der Hanseaten, zumal obendrein auch noch Frankfurt einen Punkt gegen Wolfsburg sicherte. Bayer präsentierte sich in der defensive stabiler und im Angriff mit mehr Zug zum Tor, auch wenn der entscheidende Treffer erst spät fiel.
Der FC Augsburg hat das Wunder wahr gemacht und mit einem 3:1-Heimsieg gegen die bereits abgestiegene SpVgg Greuther Fürth die Klasse auf direktem Weg gehalten. Die Schwaben spielten mutig nach vorne, waren fast über die komplette Spielzeit die bessere Mannschaft und wurde dafür belohnt. Vor allem Flügelflitzer Werner, der an allen drei Treffern beteiligt war, spielte das Zünglein an der Waage. Das Kleeblatt verabschiedet sich mit einer Niederlage aus der Bundesliga.
In einer temporeichen und sehenswerten Partie setzte sich der FC Bayern München am Ende vollkommen verdient mit 4:3 gegen Borussia Mönchengladbach durch und bereitete FCB-Coach Jupp Heynckes einen würdigen Abschied von der Bundesliga-Bühne. Mit dem Dreier knackten die Gäste die 90-Punkte-Marke, verpassten jedoch den 100. Saisontreffer knapp. Die Gladbacher ließen mit dieser Niederlage die Minimalchance auf Europa liegen und beenden die Saison auf Rang acht.